Kulturtechniken und Weltwissen

 

„Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“ (Galileo Galilei).

Auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung haben das Recht, schulisches Wissen wie Lesen, Schreiben und Rechnen sich anzueignen und dieses Wissen zu erweitern und zu erhalten.

Die meisten unserer Teilnehmenden haben die öffentliche Schule nur wenige Jahre oder gar nicht besucht. Inklusion wird in den ecuadorianischen Staatsschulen zwar seit wenigen Jahren vorangetrieben, aber in der Realität ist dies für die Lehrkräfte fast nicht umsetzbar, da sie alleine Klassen mit über 40 Kindern ohne heilpädagogische Unterstützung unterrichten. Da ist Individualisierung und differenzierter Unterricht nicht möglich.

Im unserem Lernatelier arbeiten alle Teilnehmenden individualisiert an ihren eigenen Lernzielen. Sie lernen ihre Stärken kennen und erhalten verschiedene Lernzugänge für ihr persönliches Lernen. Dies findet im Morgenkreis und in Gruppen- oder Einzelarbeit statt. Wir bieten unterschiedliches didaktisches Material an und der Lernprozess wird individualisiert, dem Entwicklungsstand und den Interessen entsprechend vorangetrieben. Unsere Teilnehmenden arbeiten mit dem Tagesplan oder mithilfe von Stationen. Teilnehmende mit Störungen im autistischen Spektrum arbeiten mit TEACCH „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“.

Wer lesen und schreiben kann, wer den Umgang mit Zahlen und dem Computer übt, wer sich Wissen über unsere Welt aneignet, dem oder der gelingt es im öffentlichen Raum und im Alltag viel besser, sich zurechtzufinden, sich die Welt zu erschliessen und den Kontakt mit den Mitmenschen zu festigen.

Das Lernatelier kostet insgesamt 5000 Fr. pro Jahr und richtet sich an alle Teilnehmenden des Ateliers.

 

 

 

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