Cafetcétera

Das Cafetcétera war eine soziokulturelle Cafeteria in Ecuador, welche gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung geführt wurde. Dieses Projekt haben wir im August 2013 abgeschlossen und zu Gunsten des Ateliers in Cuenca wurden die Türen in Otavalo geschlossen…

Die Ganze Geschichte….

Von Anfang Juni 2012 bis Anfang August 2013 leiteten Petra Schneider und Rahel Ehrsam – bald gehörte auch Washo Buendia zum Team – gemeinsam mit den beiden Mitarbeitenden mit Behinderung – Maria-José und Diego – die soziokulturelle Cafeteria „Cafetcétera“. Neben der Herstellung und dem Verkauf von Frühstücken aus aller Welt, Snacks wie Empanadas, Quinoahamburger, Torten, Konfitüren und Broten, organisierten wir auch Kulturanlässe. Zum Beispiel unser wöchentliches Gratiskino mit unabhängigen Filmen, Konzerte oder Back- und Bastelkurse für Kinder mit oder ohne Behinderung. Einmal pro Monat verwandelten wir – gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen mit Behinderung -unsere Cafeteria in das Restaurant „Yo tambien“. Wir kochten während diesen Anlässen ein vegetarisches Essen aus unterschiedlichen Ländern wie beispielsweise Italien, Schweiz oder Indien. Unsere beiden Mitarbeiter mit Behinderung erhielten im „Cafetcétera“ die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen zu sammeln, so lernten sie Frühstücke zuzubereiten, Brot und Torten zu backen, erledigten Einkäufe und Putzarbeiten. Diego stellte Kunsthandwerk aus Recyclingmaterial und Holz her, er lernte Papier zu schöpfen und war für die Herstellung von Verpackungsmaterialien für unsere Torten zuständig.  Während diesem Jahr stärkten sie ihr Selbstvertrauen und sie lernten sich als wichtiger Teil der Gesellschaft wahrzunehmen. Ihre Chancen im freien Arbeitsmarkt eine Anstellung zu finden wurden somit erhöht.

Wir vernetzten uns mit anderen Organisationen, welche in Otavalo tätig sind. Gemeinsam mit der Organisation CIELO AZUL, welche sich für Schulkinder in abgelegenen Gemeinden rund um Otavalo einsetzt, beschäftigten wir Volontäre. Unsere Volontäre organisierten die sehr beliebten Kinderkurse, arbeiteten mit Schülern der Montessorischule während einem Vormittag pro Wochen in unserer Cafeteria und erarbeiteten Kunsthandwerk mit Diego.

Leider mussten wir nach einem Jahr das Cafetcétera schliessen. Der Aufwand um Projekte und Aktivitäten durchzuführen, rechtfertigte sich nicht mit dem Ertrag. Zwar erhielten wir immer wieder positive Rückmeldungen und werden gelobt für unsere Ideen, doch die wirkliche Solidariät und Partizipation der Bevölkerung fehlten. Oft hatten wir Mühe, die Besucher für unsere Aktivitäten wie Kino, Konzerte, Restaurant „Yo tambien“ zu gewinnen und die Arbeit und die Energie, die wir reinsteckten, zahlte sich nicht aus.

Aus diesem Grund passten wir unser Konzept damals an und entschlossen uns in Cuenca – Stadt im Süden Ecuadors – ein Atelier für Jugendliche mit Behinderung zu eröffnen. Hier gehts zum Projektbeschrieb des Ateliers TACAPAD in Cuenca.

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